Was ist eigentlich Content Curation?

Eine neue Woche, eine neue Runde „Was ist eigentlich…“. Wenn Sie sich noch an unseren Blogpost zum Thema Unique Content erinnern, werden Sie sich zunächst vielleicht über unser heutiges Thema wundern. Schließlich haben wir doch erst kürzlich erklärt, wie wichtig einzigartige Inhalte sind. Und jetzt fordern wir Sie auf einmal dazu auf, fremde Inhalte zu verbreiten? Richtig! Warum, wieso, weshalb erfahren Sie im Folgenden.

Definition

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Der Begriff Kuration ist Ihnen bestimmt schon mal im Zusammenhang mit Ausstellungen begegnet. Hier werden Exponate zu einem Thema gezeigt, welche ein Kurator vorab gesucht und ausgewählt, aber nicht selbst produziert hat. Ähnlich verhält es sich auch bei der Content Curation. Die Rolle des Kurators kann sowohl eine Privatperson als auch ein Content Marketing- oder Social Media-Beauftragter einnehmen. Er schaut sich im Internet nach interessanten Beiträgen zu einem bestimmten Thema um. Anschließend arbeitet er sie auf und veröffentlicht sie auf der eigenen Website, dem eigenen Blog oder einer Social Medial-Plattform. Ziel ist es, dem Leser (Kunden) hochwertige Informationen zu liefern.

Jetzt denken Sie bestimmt, dass man durch die Veröffentlichung von fremdem Content den Urheber – also nicht selten der Konkurrenz – zu mehr Bekanntheit verhilft. Da müssen wir Ihnen zwar Recht geben, jedoch hat Content Curation so viele Vorteile, dass dieser Punkt schnell in den Hintergrund rückt.

Vorteile

  • Zeit- und Geldersparnis: Zwar ist die Suche nach Content und dessen Aufbereitung auch zeitintensiv, jedoch meist bei Weitem nicht so aufwendig wie etwas komplett neu zu erstellen
  • Auch die Leser sparen Zeit und Nerven, da sie sich nicht durch verschiedene Seiten klicken müssen, sondern alle Infos zum Thema bei Ihnen finden
  • Kann sich positiv auf die Relevanz und Sichtbarkeit im Netz (und somit das Suchmaschinen-Ranking) auswirken
  • Dialog mit Kunden und Fans wird gefördert, da man dem Leser zeigt, dass man auch an anderen Meinungen interessiert ist
  • Markenbildung: Durch das Zusammentragen, Bewerten und Ergänzen von Content zeigt man, dass man über Fachwissen und Kompetenz verfügt
  • Der eigene Content wird unterstützt, von einer anderen Seite beleuchtet, ergänzt oder kritisch hinterfragt. So kann man zeigen, dass man über den Tellerrand hinausblicken kann und aktuelle Entwicklungen zum Thema verfolgt (kann bis hin zum Experten-Status führen)
  • Stärkt das Vertrauen ins Unternehmen und bindet den Kunden nachhaltig an den Social-Media Auftritt der Firma
  • Kann zur Generierung hochwertiger Backlinks führen

Herausforderungen und Ansprüche

Auch wenn es eine Vielzahl von Vorteilen gibt, muss man ehrlich zugeben, dass es auch einige Punkte zu beachten gilt. Das fängt damit an, dass man wissen muss, wo sich Content finden lässt. Zudem muss man in der Lage sein, relevante von unwichtigen Beiträgen zu unterscheiden. Schließlich geht es nicht darum, so viel wie möglich zu posten, sondern eine gezielte Auswahl zu treffen. Andernfalls überfordert man den Leser schnell. Neben der Qualität und Quantität der Beiträge spielt auch die Präsentation der Quellen eine wichtige Rolle. Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit sind hier wichtige Stichworte. Genutzt werden können beispielsweise Experteninterviews, CaseStudies, Infografiken, Umfragen, Statistiken, eBooks, Videos und Bilder. Last, but not least darf man natürlich die Eigenleistung nicht vergessen! Das heißt nicht, dass Sie zu jedem Thema einen eigenen Blogpost schreiben müssen, aber Sie sollten alles, was sie online stellen, kommentieren. Der Leser soll wissen, wieso Sie genau diesen Beitrag ausgewählt haben und welche Meinung Sie dazu haben.

Arten der Content Curation

  • Elevation: Durch das stetige Zusammentragen von Beiträgen zu einem Thema wird auf einen Trend aufmerksam gemacht
  • Chronology: Hier steht die Entwicklung eines Themas im Vordergrund
  • Aggregation: Relevante Beiträge zu einem bestimmten Thema werden in einem Artikel zusammengetragen
  • Mashups: Unterschiedliche Meinungen/Beiträge werden zusammengetragen, damit man einen neuen Blick auf ein Thema gewinnt
  • Destillation: Ähnlich wie bei der Aggregation werden Beiträge an einem einzelnen Ort gesammelt, jedoch geht es hier darum, die wichtigsten Inhalte herauszufiltern und sie zu katalogisieren

Step by Step: der grobe Ablauf

  • Identifizierung der Zielgruppe
  • Festlegung der Kommunikationsstrategie
  • Aufspüren von hochwertigen Inhalten
  • Qualität (Richtigkeit und Relevanz) prüfen
  • Zielgruppengerechte Aufbereitung (Kommentare, Erklärungen etc.)
  • Wichtig: Copyright beachten und Urheber und Quelle mit einpflegen.
  • Neben dem eigenen Blog eignen sich Plattformen wie beispielsweise Facebook, Twitter, Pinterest und Co. bestens zur Content Curation. Eine Liste mit Content Curation-Tools wie Scoop.it, Curata oder Storify finden Sie z.B. bei catbirdseat.de

Weitere Informationen zum Thema finden Sie beispielsweise hier.

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