Was sind eigentlich A/B-Tests?

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Vielleicht haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, dass Sie das Einkaufserlebnis Ihrer Kunden optimieren möchten. Ihr Onlineshop läuft eigentlich ganz gut, aber Sie haben das Gefühl, dass Sie mehr Umsatz machen könnten. Sie möchten die Leserschaft Ihres Onlinemagazins erhöhen. Diese und weitere Szenarien können Beweggründe für einen sogenannten A/B-Test sein. Was das ist und wie er funktioniert, erklären wir im Folgenden.

Wie man bei dem Namen A/B-Test schon vermuten könnte, handelt es sich hier um eine Methode, bei der zwei oder mehrere Varianten eines Systems miteinander verglichen werden. Ein Beispiel dafür ist ein klassischer Onlineshop – A) mit Produkttexten und B) ohne Produkttexte. Der direkte Vergleich gibt Aufschluss darüber, welche Option für den Betreiber oder auch den Kunden sinnvoller ist. Mögliche Ziele von A/B-Tests können Umsatzsteigerung, Leser- bzw. Neukundengewinnung und Nutzerbindung durch ein verbessertes Nutzererlebnisses sein.

Was kann getestet werden?

Betrachten wir das Beispiel des Onlineshops einmal etwas genauer. Als Betreiber ist es natürlich Ihr Ziel, den Kunden zum Kauf zu animieren und einen möglichst hohen Umsatz zu generieren. Außerdem möchten Sie, dass die Kunden oft wiederkommen – Zufriedenheit ist also auch ein wichtiger Faktor. Deshalb sollten Sie das Ganze aus Kundensicht betrachten.

  • Möchten Sie beispielsweise nicht einfach nur Kleidung, sondern einen Lifestyle verkaufen, können emotionale Produkttexte hilfreich sein.

  • Die Produkte, die Sie verkaufen, sind hochwertig oder komplex? Bulletpoints stellen die wichtigsten Daten übersichtlich dar.

  • Möchten Sie, dass sich der Kunde ein möglichst umfassendes Bild vom Artikel machen kann? Dann sind Modelbilder, 360°-Bilder und Videos sinnvoller als Freisteller.

Da diese und weitere Onlineshop-Anpassungen oft recht kostenintensiv sind, bietet sich ein A/B-Test an, um herauszufinden, ob der gewünschte Effekt auch tatsächlich eintritt.

Tipps:

  • Struktur: Verändern Sie immer nur eine Variable, sonst sind die Ergebnisse am Ende nicht eindeutig.

  • Priorisieren: Damit Sie möglichst wenig Zeit und Geld verschwenden, sollten Sie sich vorher genau überlegen, welche Tests wichtig sind.

  • Hypothese formulieren: Überlegen Sie sich vorab genau, welche Ergebnisse möglich sind.

  • Wählen Sie eine geeignete Gruppengröße, damit das Ergebnis valide ist.

  • Zeit: Geben Sie dem Test genügend Zeit! Bedingt durch äußere Umstände kann anfangs ein anderes Ergebnis herauskommen als nach einer längeren Testphase. Experten empfehlen einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen.

  • Analyse: Schauen Sie sich Ihre Hypothesen noch einmal an und vergleichen Sie sie mit den tatsächlichen Ergebnissen. Vielleicht stellen Sie fest, dass die Originalversion doch die bessere Option ist und gar keine Anpassungen nötig sind.

Michael SiegleComment